Palstek24 - Der Segelblog

51°10´49" N 7°7´24" E

November

Der November bringt einiges an neuem mit sich.

Da Kirsten (ihr wisst, die beste Ehefrau der Welt) sich nach wie vor nicht für das Segeln, vor allem nicht für das Jollensegeln, begeistern kann haben wir uns von unserer Flying Sailor getrennt. Um ehrlich zu sein, ich war schon ein wenig traurig, als ich sie die Tage ein letztes Mal aus der Garage rollte um sie an das Auto des neuen Besitzers anzuhängen.

Aber wie heißt es so schön „Manchmal muss mal loslassen können“ und so ist es nun. Ich bin mir sicher, wir werden eine Lösung finden um trotzdem aufs Wasser zu kommen.

Auch palstek24.de hat ein neues Design bekommen. Ich hatte mich zwar gerade an das alte gewöhnt, aber die Ähnlichkeit zu der ebenfalls von mir betreuten Seite des Segel Club Baldeneysee war mir dann doch zu groß.

Eigentlich stand für heute der Nachholtermin des „Medizin an Bord“ Seminar bei der SKU in Düsseldorf an. Vor dem Hintergrund der exponentiell ansteigenden Infektionszahlen hat der Veranstalter sich aber für eine erneute Verschiebung ins Jahr 2020 entschieden – eine für mich absolut nachvollziehbare und sicherlich absolut richtige Entscheidung.

November

Update

Leicht erschrocken stelle ich fest, dass mein letzter Beitrag „Segelpause“ jetzt schon über drei Monate alt ist.
Also scheint es Zeit für ein kurzes Update.

Binnen bin ich auch in den letzten Wochen nicht zum segeln gekommen. Hochwasserbedingt war mein Vereinsrevier am Baldeneysee gesperrt, unser Heimatrevier in Belgien liegt an der Maas und da sah es nicht besser aus. Allerdings möchte ich mich an dieser Stelle noch einmal bei den zahlreichen Helfern bedanken, die den Hafen De Spaanjerd „gehalten haben“. Natürlich geht der Dank auch an alle Helfer in Deutschland, als Feuerwehrangehöriger war ich selber im Einsatz und möchte mit keinem der Betroffenen tauschen.

Im August stand der geplante Helgoland-Törn auf dem Programm. Den Törnbericht findet ihr hier Törnbericht Helgoland.

Der September war angefüllt von Terminen mit der Familie. Unter anderem waren wir zum Familientreffen am Edersee. Bestimmt ein nettes Segelrevier – zumindest wenn Wasser drin ist.

Jetzt neigt sich die Saison zu Ende. In den nächsten Wochen werden wir die „Anna Lotte“ unsere Jolle wieder nach Hause holen, das Unterwasserschiff braucht ein wenig „Liebe“.

Für die kommende Sommersaison kündigt sich jetzt schon eine Veränderung an. Lasst euch überraschen – Update folgt.

Bleibt gesund

Segelpause

Die letzten Wochen waren geprägt von anderen Themen, das hat mich zu einer kleinen Segelpause gezwungen.

Der Betrieb, in dem ich arbeite, freut sich über eine gute Auftragslage, zusätzlich standen noch die Abschlussprüfungen der IT – Berufe vor der IHK ins Haus.

Neben der Vorbereitung unseres eigenen Auszubildenden mussten im Rahmen meiner Prüfertätigkeit bei der IHK auch wieder einige Projektarbeiten Erst- und Zweitkorrigiert werden. Dazu kommen dann noch die Vorbereitungen auf Präsentation und Fachgespräch, so wie es bei den IT – Berufen vorgesehen ist.

Im Segel Club stand die Kassenprüfung an, hier hat Peter unsere Kassierer (und mein SBF See Ausbilder) mal wieder hervorragende Arbeit geleistet. Ich bin wirklich für engagierte Vereinsarbeit, aber so als Kassierer……. nix für mich.

Ach ja, und dann ist das noch das Thema Covid-19 was uns alle begleitet. 

Dank meiner jetzt über zwei Jahrzenten andauernden Einsatzbereitschaft in der Freiwilligen Feuerwehr hatte ich das Glück in der Impfpriorität etwas nach vorne zu rutschen. Was soll ich euch also sagen, zweimal geimpft und endlich wieder oder zumindest vorläufig  „All Access“.

Ab heute heißt es nun… endlich Urlaub und Ende der Segelpause. Wir sind heute Vormittag zum Camping Urlaub aufgebrochen und ich sitze vor dem Wohnwagen und genieße die belgische Sonne und den Blick über den Campingplatz. Endlich Zeit, meinen Blog mal wieder auf Stand zu bringen, die Seele baumeln zu lassen und ein wenig den Sommer genießen.

Ein bisschen Arbeit gibt es natürlich trotzdem. Der Hafentrailer unserer Jolle steht rechts auf der Felge – ich hoffe, hier fehlt nur Luft. Ein wenig sauberer könnte die „Anna Lotte“ auch sein, außerdem habe ich mir im Netz eine neue Hafenpersenning bestellt die hoffentlich passt.

Gleichzeitig werde ich die Segelpause nutzen und mich ein wenig auf den Helgoland – Törn im August vorzubereiten. Durch die Kojen Charter habe ich mit der Planung nichts zu tun, allerdings möchte ich den Törn ja auch zur Auffrischung und Festigung meines SKS Wissen nutzen.

Bedeutet:  

  • Wie war das noch mal Bezugsort, Anschlussort, ZUG,HUG und AdG ?
  • Was droht, wenn Wolken eine Amboss förmige Struktur bekommen?
  • Was kommt auf mich zu, wenn das Barometer innerhalb von wenigen Stunden um 10 hPa fällt
  • usw.

Hoffen wir also, dass die Saison und damit auch mein Helgoland Törn stattfindet !

Ich wünsche euch immer eine Handvoll Rotwein in der Bilge und eine Handbreit Wasser unter dem Kiel.

Segelpause

Schiffsnamen

Neulich erhielt ich eine Mail vom Törnanbieter für meinen Helgoland Törn, gesucht wird ein Name für das neue Boot. Für mich Anlass mal über das Thema Schiffsnamen nachzudenken.

Daraufhin habe ich mal ein wenig recherchiert. Es gibt etliche Seiten, von denen das Thema betrachtet werden kann. Ich mag mir hier nicht mit gesetzlichen Grundlagen auseinandersetzen, sondern wirklich nur mit „dem Namen“.

Mein erster Gedanke war, ist so ein Boot eigentliche männlich, weiblich oder eben neuerdings auch divers?
Ein Blick in den Duden hilft da erstmal nicht weiter. Das Substantiv Boot [boːt] ist sächlich, somit können wir zumindest aus dem bestimmten Artikel keine weitere Erkenntnis gewinnen.
Weitere Recherche brachte mich zur (eigentlich schon bewussten) Tatsache, dass die Mehrheit der Schiffsnamen weiblich sind.
Aber warum ? Hierzu folgende Überlegung:

a) Ich kenne einen Spruch, der sinngemäß in etwas so lautet: „Im Hafen habe ich ein Boot, in der Kneipe eine Yacht“. Das spielte ursprünglich mal auf die nach Schiffslänge zu entrichtenden Hafen- bzw. Liegegebühren an, aber „die Yacht“ (feminin) hilft uns erstmal weiter.

b) Ein psychologischer Ansatz. Im Zeitalter der nicht motorisierten Seefahrt war die meist männliche Besatzung (Frauen an Bord bringen Unglück so der Aberglaube) lange Zeit mit „Ihrem Schiff“ auf See. Wurden hier mögliche Sehnsüchte nach dem weiblichen Geschlecht projiziert?

Ein weiterer Ansatz sind die „weiblichen Rundungen“ eines Schiffs welche eben zu einer weiblichen Namensgebung führen. Für mich eher eine zotige Altherren – Idee.

Den wissenschaftlichen Beweis meiner beiden Ansätze muss ich euch allerdings schuldig bleiben. Hierzu habe ich in der Literatur (für mich) nur wenn aussagekräftiges gefunden.

Bleibt also der Fakt: Schiffsnamen sind in der Realität tatsächlich meist weiblich und sei es nur durch den bestimmten Artikel vor dem eigentlichen Schiffsnamen. Womit dann auch Namen wie „Die Titanic“ Die Aquarius“ oder auch „Die Wattwurm“ eine Erklärung gefunden haben.

Wie geht es nun weiter?

In den meisten Fällen haben Schiffsnamen meiner Recherche nach einen Bezug zum Schiffseigner /-in.

Hierzu fällt mir folgendes ein:

a) Wünsche wie Fortuna (oder Fortune) oder auch Wet Dreams
b) Name der Gattin oder auch der Kinder (wie bei unserer Jolle)

Am Ende des Tages finde ich dass der richtige Schiffsname ähnlich schwer zu finden ist, wie der Name für die eigenen Kinder. Was wäre, wenn sich die „Wet Dreams“ eher segelt wie ein „Wave Bouncer“?

Mein Favorit für eine Yacht wäre übrigens der Name „Thor“. Nicht weil er mich an die erste Silbe meines Vornamens erinnert, sondern weil mein erster Segelausbilder einen wunderschönen Holz-Piraten mit diesem Namen segelt und das Boot einfach toll ist.

Und da wäre noch was.
Im letzten Artikel >>Seenotsignale<< habe ich ja schon einen Beitrag zum Thema Funk angekündigt.
Da fällt mir glatt noch ein Histörchen aus der SRC / UBI Ausbildung ein. Ein kurzer und prägnanter Schiffsname wie „Neptun 421“ ist wesentlich einfacher zu buchstabieren als der ursprüngliche Name  „Fliegerkosmonaut der DDR Siegmund Jähn“. Da kriegst Du sowohl als Sender, als auch als Empfänger mal einen kleinen Rappel 😉

Schiffsnamen

Seenotsignale

Rund ein Jahr nach der Prüfung zum SKN-Sachkundenachweis möchte ich mich nochmal mit dem
Thema Seenotsignale auseinandersetzen.

Wie ihr wisst, habe ich im März 2020, kurz vor dem ersten Lockdown, den SKN-Sachkundenachweis Lehrgang inklusive Prüfung beim DMYV PZ NRW absolviert. Auch bei der Praxisprüfung zum SKS kam das Thema verständlicherweise noch einmal zur Sprache.

Hauptaugenmerk möchte ich dabei auf das Thema „Was sind eigentlich Seenotsignale“ legen.
Seenotsignale lassen sich grob in zwei Gruppen unterteilen:

  • visuelle Seenotsignale
  • akustische Seenotsignale

Visuelle Seenotsignale
In diese Gruppe gehören erstmal die Signale, für die man nicht direkt den „Knallschein“ braucht.
Hier fällt mir das „N über C“ ein. Hier tut es zur Not auch ein schwarzer Ball (z.b. Ankerball) über oder unter einer (viereckigen) Flagge.

Flagge N
Flagge N „November“
Flagge C
Flagge C „Charlie“

Oder das seitliche und langsame Heben und Senken der Arme (müde Fliege) ein.
Natürlich gehören in diese Gruppe auch die pyrotechnischen Seenotsignale. Dazu gehören:

– Signalrakete rot
– Fallschirm Signalraketen rot
– Handfackeln, rot
– Rauchsignale, orange
– Lichtrauchsignale
– Blitz-Knall-Patronen

Bei letzteren sollte man aus meiner Sicht vorsichtig sein. Auch wenn immer wieder der berühmte Satz „Not kennt kein Gebot“ ins Feld geführt wird, sollte man seine Crew im Rahmen der Sicherheitsunterweisung deutlich auf die Verletzungsgefahr bei Fehlbedienung hinweisen. Also nicht ins Luv und immer weg vom Körper! Überlagerte oder falsch bediente pyrotechnische Seenotsignalmittel können gefährliche Verletzungen verursachen und ein auf Brandopfer spezialisierter Mediziner/-in ist auf See meist nicht sofort greifbar.

Akustische Seenotsignale
In diese Gruppe gehören Dinge wie:

– Dauerabgabe des Schallzeichens
– Signalpfeife
– Funkgerät

Bei den Schallzeichen denken wir natürlich erst an: ○ ○ ○ ··· ··· ··· ○ ○ ○.
Das ist aber bei weitem nicht alles. Weiterführendes findet ihr in den KVR Teil D „Schall- und Lichtsignale“ (Regel 32-37) bzw. in der dazugehörenden Anlage IV.

Mit dem Thema Funk werde ich mich in einem der nächsten Blog-Beiträge beschäftigen.
Eins aber vorweg. In vielen Foren wird immer wieder der Sinn oder Unsinn des SRC diskutiert.
Da zeige ich allerdings eine klare Kante – ein ordentlicher Skipper hat auch den „Funkschein“ – Punkt.

Seenotsignale

Helgoland

Helgoland – die See ruft

Helgoland, das wäre mal was. Dann könnte ich endlich mal diese verflixte „Tonne O“ persönlich kennenlernen oder mir mal den oftmals angepeilten Leuchtturm von Helgoland aus der Nähe ansehen. Beides ist aus verschiedenen Prüfungsaufgaben in Erinnerung geblieben.

Zunächst muss ich aber mal mit Kirsten – der besten Ehefrau der Welt – sprechen. Eigentlich ist unser Deal „Ein Törn im Jahr reicht“ und da ich in diesem Jahr nun schon auf Gran Canaria war, ist dieses Kontingent eigentlich erschöpft.
Was soll ich sagen…… einer der Gründe, warum Kirsten die beste Ehefrau der Welt ist der, dass Sie meine Macken akzeptiert und so kriege ich ein „GO“.

Als ab ins Netz, mal gucken was es so gibt:
Letztendlich bin ich bei JV Sailing fündig geworden, die Törnbeschreibungen von Joschka, Veit und Matthias waren mir auf „Hand gegen Koje“ schon einige Male aufgefallen. Nach ein paar kurzen Mails zwischen Joschka und mir war das Ding gebucht. Im August geht es los.

Jetzt werden natürlich einige sagen „Wie kannst Du in diesen Zeiten nur……“.
Das kann ich euch beantworten:

  • JV Sailing bietet einen fairen Deal an, wenn der Törn wegen COVID-19 abgesagt werden muss.
  • Beim SKS Törn auf den Kanaren sind wir auch alle mit einem entsprechenden Test an Bord und das hat hervorragend funktioniert.
  • Meiner Meinung nach kann man da mit „Eigenverantwortung“ etwas vernünftiges auf die Beine stellen.

Warum genau dieser Törn ? – Die Törnbeschreibung reizt mich:

  • Gezeitennavigation in der Praxis
  • Eine Nacht vor Anker
  • Nachtfahrt
  • Querung eines VTG bzw. TSS – nicht nur auf der Karte mit einem Boot in Form eines Navigationsbesteck
  • Von 450 sm verspreche ich mir etwas mehr Praxis, „segeln lernt man beim segeln“

Selbstverständlich werde ich euch hier auf dem Laufenden halten und ich bin mir sicher, es wird auch wieder einen spannenden Törnbericht geben.

Törnplanung Helgoland
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