Seenotsignale

Rund ein Jahr nach der Prüfung zum SKN-Sachkundenachweis möchte ich mich nochmal mit dem
Thema Seenotsignale auseinandersetzen.

Wie ihr wisst, habe ich im März 2020, kurz vor dem ersten Lockdown, den SKN-Sachkundenachweis Lehrgang inklusive Prüfung beim DMYV PZ NRW absolviert. Auch bei der Praxisprüfung zum SKS kam das Thema verständlicherweise noch einmal zur Sprache.

Hauptaugenmerk möchte ich dabei auf das Thema „Was sind eigentlich Seenotsignale“ legen.
Seenotsignale lassen sich grob in zwei Gruppen unterteilen:

  • visuelle Seenotsignale
  • akustische Seenotsignale

Visuelle Seenotsignale
In diese Gruppe gehören erstmal die Signale, für die man nicht direkt den „Knallschein“ braucht.
Hier fällt mir das „N über C“ ein. Hier tut es zur Not auch ein schwarzer Ball (z.b. Ankerball) über oder unter einer (viereckigen) Flagge.

Flagge N
Flagge N „November“
Flagge C
Flagge C „Charlie“

Oder das seitliche und langsame Heben und Senken der Arme (müde Fliege) ein.
Natürlich gehören in diese Gruppe auch die pyrotechnischen Seenotsignale. Dazu gehören:

– Signalrakete rot
– Fallschirm Signalraketen rot
– Handfackeln, rot
– Rauchsignale, orange
– Lichtrauchsignale
– Blitz-Knall-Patronen

Bei letzteren sollte man aus meiner Sicht vorsichtig sein. Auch wenn immer wieder der berühmte Satz „Not kennt kein Gebot“ ins Feld geführt wird, sollte man seine Crew im Rahmen der Sicherheitsunterweisung deutlich auf die Verletzungsgefahr bei Fehlbedienung hinweisen. Also nicht ins Luv und immer weg vom Körper! Überlagerte oder falsch bediente pyrotechnische Seenotsignalmittel können gefährliche Verletzungen verursachen und ein auf Brandopfer spezialisierter Mediziner/-in ist auf See meist nicht sofort greifbar.

Akustische Seenotsignale
In diese Gruppe gehören Dinge wie:

– Dauerabgabe des Schallzeichens
– Signalpfeife
– Funkgerät

Bei den Schallzeichen denken wir natürlich erst an: ○ ○ ○ ··· ··· ··· ○ ○ ○.
Das ist aber bei weitem nicht alles. Weiterführendes findet ihr in den KVR Teil D „Schall- und Lichtsignale“ (Regel 32-37) bzw. in der dazugehörenden Anlage IV.

Mit dem Thema Funk werde ich mich in einem der nächsten Blog-Beiträge beschäftigen.
Eins aber vorweg. In vielen Foren wird immer wieder der Sinn oder Unsinn des SRC diskutiert.
Da zeige ich allerdings eine klare Kante – ein ordentlicher Skipper hat auch den „Funkschein“ – Punkt.

Seenotsignale