51°10´49" N 7°7´24" E

Monat: November 2020

Was macht der Segler im Winter – Finale

Was macht der Segler im Winter – Finale – gestern hab ich am, für mich vorerst letzten, Webinar auf BLAUWASSER.DE teilgenommen.

Die Ärztin Dr. Stefanie Kamke hat sehr wort- und vor allem bildreich zum Thema „Seekrankheit verstehen, erkennen, behandeln und vermeiden“ referiert.

Wer mehr über das „sensorisches Konfliktmodell“ wissen möchte dem empfehle ich folgenden Link >>Klick<<

Was mir hängen bleibt…. Schweine werden nicht seekrank !

Danke für einen unterhaltsamen und lehrreichen Abend.

Was macht der Segler im Winter – Teil 2

Was macht der Segler im Winter – Teil 2 – die Webinar Reihe bei BLAUWASSER.DE geht weiter. Gestern gab es den nächsten Vortrag von Sönke Roever zum Thema „Umgang mit Radar und AIS im Bordalltag“. Da das Thema durchaus Bestandteil der SKS Theorie war nutze ich die Gelegenheit mein Wissen vor dem anstehenden Praxis – Törn im kommenden Januar noch einmal aufzufrischen. Eine für mich sehr informative Veranstaltung, da sich meine bisherige Radar-Erfahrung in Grenzen hält. Der Unterschied zwischen AIS – „Um die Ecke gucken“ und Radar „Abschattung“ wurde dank guter Grafiken während des Webinars sehr anschaulich dargestellt. Interessant waren für mich auch die Darstellungen von Wetterlagen auf dem Radar was u.U. eine frühzeitige Reaktion des Skippers verbessert.

Was macht der Segler im Winter – Teil 1

Was macht der Segler im Winter – Teil 1…. richtig, Zeit in Fort- und Weiterbildung investieren. Gestern war der Startschuss zu einer Webinar – Reihe bei BLAUWASSER.DE. Die Reihe startete mit einem Vortrag von Sönke Roever und dem Thema „Grundlegende Tipps und Tricks für erfolgreiche Hafenmanöver“. Zum Start gab es eine kurze Vorstellung der Werbepartner was ich an der Stelle aber vollkommen in Ordnung fand. Für den Teilnehmer kostenlos – für den Anbieter sicherlich nicht umsonst muss sich irgendwer eben auch finanziell engagieren.
Fazit für mich ist „Eine gute Vorbereitung von An- und Ablegemanöver“ ist durch nichts zu ersetzen. Wichtig ist die Absprache des anstehenden Manövers mit der Crew.
Gerade das, in unseren Breiten übliche, Anlegen in einer Pfahlbox muss zügig gefahren werden. Leinenwürfe müssen sitzen. Römisch – Katholisch anlegen bietet sich in diesem Fall eher nicht an – ist auch eher etwas für den Mittelmeerraum.

Alles in allem ein sehr informatives, bildreich erklärtes Thema – Vielen Dank.

Segelbücher Part 2

Segelbücher Part 2 – Ende September habe ich bereits von meiner Liste der „Segelbücher die man gelesen haben sollte“ berichtet. Angefangen hatte ich mit Sönke Roevers Buch „Auszeit unter Segeln“. Ich will nicht lange um den heißen Brei reden…. so sehr ich viele seiner Artikel auf blauwasser.de schätze, so wenig Zugang finde ich zu dem Buch. Daher habe ich auf der Hälfte beschlossen, das Buch endgültig zur Seite zu legen. Ebenfalls „raus aus der Verlosung“ sind
– Wir hauen ab von Bernd und Daniel Mansholt
und
– Über die Ostsee in die Freiheit von Christine und Bodo Müller

Aktuell lese ich „Allein Gegen den Wind“ von Wilfried Erdmann. Als Marathon und Ultramarathon Läufer fasziniert mich der mentale Sieg über das Ich ! Selbstverständlich sind auch anschauliche Darstellungen von fehlerhaften Durchquerungen eines VTR durchaus unterhaltsam.

Walk on

No cure – No pay

No cure – No pay oder keine Rettung – keine Bezahlung, mit diesen – sinngemäß übersetzten – Zeilen beginnt das „Lloyd´s Standard Form of Salvage Agreement, kurz LOF genannt.

Durch einen Artikel in der Yacht 20/2020 (16.09.2020) bin ich auf das interessante Thema Bergungskosten gestoßen.
Eigentlich hatte ich schon im Sommer vor, mich hier einmal einzulesen als die KNRM Mitte August diesen Jahres die „Spielregeln“ etwas angepasst hat. Ich habe das schon vor Jahren bei einem Vortrag der DGzRS nicht verstanden, dass die „Hilfeleistungen“ grundsätzlich kostenfrei bzw. gegen eine „Spende“ in beinah lächerlicher Höhe abgearbeitet werden. Hier muss man aus meiner Sicht etwas differenzierter herangehen. Als Angehöriger einer Feuerwehr denke ich, hier muss eine Art „Verursacherprinzip“ greifen. Ich rede dabei nicht von MOB Fällen oder Ruderbruch, wer aber mit Kraftstoffmangel „liegen bleibt“, der muss seine Eignung als Skipper einmal (mindestens monetär) reflektieren.

Je nach Fahrgebiet bzw. First Responder erscheint die Bergung als moderne Piraterie. Oft gilt das ungeschriebene Gesetz, dass derjenige, dem die Bergungsleine gehört, den Bergelohn bestimmt. Um hier nicht auf „Gedeih und Verderb“ ausgeliefert zu sein sollte man frühstmöglich den Vercharterer oder Versicherer zu kontaktieren und selbst keinerlei Aussagen zum Bergelohn zu machen. Es empfiehlt sich auf das Eingangs erwähnte LOF zuzugreifen, der Vertrag ist international gebräuchlich – bei Streitigkeiten entscheidet ein unabhängiges Schiedsgericht über die Kosten.
Augenmerk sollte hier auf die „Special Compensation P & I Clause (Scopic Clause) gelegt werden. Damit kann der Berger im Rahmen der LOF Kosten bei Misserfolg geltend machen, wenn der Berger Aufwendungen zur Vermeidung von Umweltschäden hatte. Ich bin kein Jurist und schon gar kein Fachmann für Seerecht, aber ich würde – wenn beide Parteien einverstanden sind – hier eher zum „Nein“ tendieren und das entsprechend ankreuzen.

Fazit: Damit der Leinenfang nicht zum finanziellen Desaster ausartet sollte man in dieser, hoffentlich nie auftretenden, Situation einen kühlen Kopf bewahren und genau überlegen welch fremde Trosse man fängt.

Für den Fall der Fälle gibt es das LOF zum Download: